MO-Inkrustierung und MICRO POWER ULTRA können das Wurzelsystem von Anfang an unterstützen – für einen zügigen, gleichmäßigen Start.
Warum der Start zählt
Die ersten sechs Wochen nach der Aussaat prägen das Ertragspotenzial maßgeblich. In dieser Phase bildet Mais sein Wurzelsystem für Wasser- und Nährstoffaufnahme. In Mitteleuropa startet die Kultur oft in Böden mit 8 – 10 °C; Phosphor ist dann schlecht verfügbar. Das kann zu Kältestress, violetter Färbung und stagnierendem Wurzelwachstum führen. Bereits im 4- bis 6-Blatt-Stadium wird die Kolbenanlage festgelegt. Eine zügige Jugendentwicklung kann eine frühe Reihenschließung und eine bessere Unkrautunterdrückung begünstigen.
MO-Inkrustierung: Mykorrhiza am Saatkorn
Die MO-Inkrustierung kann Mykorrhiza-Sporen direkt aufs Saatkorn bringen. Nach der Keimung können die Pilzhyphen die junge Wurzel besiedeln und das erschlossene Bodenvolumen vergrößern. Das feine Hyphennetz kann Phosphat aus Mikroporen mobilisieren und die Wasseraufnahme in Trockenphasen unterstützen. Wie stark diese Effekte ausfallen, hängt von Boden, Temperatur und Witterung ab.
MICRO POWER ULTRA: Turbo-Start am Korn
MICRO POWER ULTRA ist ein Mikrogranulat (ca. 0,5 – 1,0 mm), das mit Granulatstreuer exakt in die Saatfurche direkt ans Korn abgelegt wird. Es kann leicht wasserlösliches Phosphat, Stickstoff sowie Zink und Mangan liefern. Weil das wasserlösliche Phosphat direkt am Korn liegt, kann die Keimpflanze es auch bei kühlen Bodentemperaturen früh erreichen. Zink ist an der Auxinbildung beteiligt und kann so das Wurzelwachstum in den ersten Wochen unterstützen. Durch die präzise Platzierung genügen laut Produktangabe rund 20 kg je Hektar statt 100–150 kg klassischer Unterfußdüngung.
Kombination: Effekt im Feld
In kühlen Frühjahren (Bodentemperatur unter 10 °C) zielt die Kombination vor allem auf die Jugendentwicklung: Ein zügiger Start kann eine frühere Reihenschließung, eine bessere Unkrautunterdrückung und eine gut versorgte Kolbenanlage begünstigen. In Trockenphasen kann das Hyphennetz der Mykorrhiza die Wasser- und Phosphataufnahme unterstützen. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt von Standort, Bodentemperatur und Witterung ab.
So setzen Sie es richtig um
MO-Inkrustierung ist werksseitig aufgebracht – bitte nicht mit fungiziden Beizmitteln nachbehandeln. MICRO POWER ULTRA über einen separaten Granulatstreuer direkt in die Saatfurche applizieren. Aufwandmenge laut Produktangabe: rund 20 kg/ha. Platzierung: 2-5 cm neben und unter dem Korn. Geeignet ist der Einsatz vor allem auf schweren, kalten Böden, in höheren Lagen, auf Standorten mit hoher P-Festlegung (pH über 7,2 oder unter 5,5) und auf Flächen mit Trockenstress-Risiko. Ob und wie weit die Unterfußdüngung angepasst wird, ergibt sich aus der Düngebedarfsermittlung – Ihr Berater rechnet mit.
Wirtschaftlichkeit und Kompatibilität
Die Kosten hängen von Konfiguration und Menge ab – den aktuellen Preis nennt Ihnen Ihr Berater. Ob und wie sich ein schnellerer Start im Ertrag auszahlt, hängt von Standort und Jahr ab – Ihr Berater kalkuliert die Wirtschaftlichkeit für Ihren Betrieb. MO-Inkrustierung ist laut Produktangabe mit den meisten Herbizid- und Insektizidstrategien kompatibel; stark fungizide Nachbehandlungen können die Etablierung der Mykorrhiza beeinträchtigen.
PRAXIS-TIPPS
- Behandeltes Saatgut nicht fungizid nachbeizen – so bleiben die Mykorrhiza-Sporen erhalten.
- MICRO POWER ULTRA direkt in die Saatfurche applizieren, Kornkontakt sicherstellen.
- Aufwandmenge laut Produktangabe (rund 20 kg/ha) exakt dosieren.
- Platzierung 2-5 cm neben und unter dem Saatkorn einhalten.
- Wurzel-Tuning gezielt auf schweren, kalten und P-fixierenden Böden einsetzen.
- Unterfußdüngung im Rahmen der Düngebedarfsermittlung anpassen.
- Granulatstreuer sorgfältig einstellen und auf gleichmäßigen Aufgang achten.
Zahlen sind Praxis- und Richtwerte, Wirkungen hängen von Standort, Jahr und Bewirtschaftung ab – betriebsindividuell zu prüfen.

